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Deutscher Schwerhörigenbund Landesverband Baden-Württemberg e. V.

Corona -FAQ Hörgeschädigten Edition

Derzeit gilt in Deutschland ein Kontaktverbot für mehr als zwei Personen, ausgenommen sind Familien oder im gleichen Haushalt lebende Personen. Das Ziel ist die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und so die Infektionsketten zu unterbrechen.

Geschäfte, Cafés, Restaurants, Bars und Fitnessstudios und noch viele andere mehr sind geschlossen, Kliniken verschieben planbare Operationen und Termine, die keine Notfälle sind.

In diesem Artikel sammeln wir Fragen und Antworten, die sich durch die Corona-Pandemie mit Bezug auf die Hörschädigung ergeben können. Fragen können uns gerne per PN oder Mail an info[at]hoergeschaedigte-bw.de

zugesendet werden.

Noch ein paar Informationen vorweg: Wer Symptome der Infektionskrankheit Covid-19 hat, in einem Risikogebiet war oder Kontakt mit einer  infizierten Person hatte, soll – Stand 23.03.2020 – entweder Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen oder, im Fall der Landeshauptstadt Stuttgart, direkt in die Fieber-Ambulanz im Reitstadion in Bad Cannstatt gehen. Dort kann man auch ohne vorherige Anmeldung und Überweisung des Hausarztes vorsprechen. In einigen Regionen gibt es auch „dirve-in“-Teststationen für Corona-Verdachtsfälle. Weitere, und vor allem aktuelle, Informationen gibt es auf den Homepages Ihres Wohnortes. Für Hörgeschädigte gibt es z. B. in Stuttgart auch ein Gebärdentelefon und es gibt auch die Möglichkeit, E-Mail zu senden. Z. B. erhalten Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden von der Stadt Stuttgart weitergehende Informationen, wenn sie sich an die E-Mail-Adresse

covid-positiv[at]stuttgart.de wenden. Generell gilt jedoch #wirbleibenZuhause. Bei starken Symptomen und Beschwerden wenden Sie sich bitte unbedingt an Ihren Arzt, per Mail, Telefon oder Fax.

 

Die meisten Geschäfte sind nun geschlossen, was ist mit den Hörgeräte-Akustikern?

Geht man auf die Homepages verschiedener Hörgeräteakustiker, wie z. B. Ampflifon, Geers, Iffland.hören und Auric, sind mittlerweile Hinweise, dass sie weiterhin für ihre Kunden da sind. Allerdings wird dringend darum gebeten, sich vor dem Besuch im Ladengeschäft telefonisch anzumelden.  Manche Hörgeräteakustiker, wie z. B. Iffland.hören bieten im Zuge der Corona-Pandemie nun auch Ersatzteillieferungen nach Hause an. Kunden von Hörgeräteakustikern sind überwiegend ältere Menschen, die eine besondere Risikogruppe für Covid-19 darstellt.  Neben Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter und Kunden müssen manche Akustiker vorrübergehend wohl auch einzelne Filialen schließen. Es empfiehlt sich daher zunächst zu prüfen, ob der persönliche Besuch beim Hörgeräte-Akustiker wirklich notwendig ist. Vieles kann und sollte man derzeit von zu Hause erledigen, denn auch die Mitarbeiter der Hörgeräteakustiker sollten die Möglichkeit haben sich zu schützen und nicht nur ihre Kunden.

In jedem Fall sollte man zunächst mit dem Akustiker entweder telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen. Vielleicht lässt sich das ein oder andere Problem bereits auf diesem Weg beheben.

 

Ich habe keine Hörgerätebatterien mehr – was nun?

Ohne Hörgerätebatterien oder auch Batterien für Cochlea-Implantate wird das gute Hören nahezu unmöglich. Sollten sie keinen ausreichenden Vorrat mehr haben gibt es mehrere Möglichkeiten: 

Für Cochlea-Implantat Träger gibt es die einfache Möglichkeit, mit dem CI-Hersteller Kontakt aufzunehmen. Die Hersteller bieten in der Regel Batterie-Abos an. Diese werden  in bestimmten Abständen direkt nach Hause geliefert und mit der Krankenkasse abgerechnet.

Für Hörgeräte-Batterien gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Wie oben bereits geschrieben, bieten manche Akustiker nun auch Lieferungen nach Hause an. Außerdem kann man Hörgeräte-Batterien einfach und günstig auch online bestellen. Welche Batterien besonders gut sind und welche man besser nicht kaufen sollte erfährt man auch im Stiftung Warentest-Bericht von 2018:

Hörgerätebatterien im Test

 

Ich habe Probleme mit meinem Cochlear-Implantat – was kann ich tun?

Viele Kliniken betreuen derzeit nur Notfall-Patienten, um die Belastungen minimal zu halten. Das hat unter Umständen zur Folge, dass routinemäßige Einjahreskontrollen oder – wenn die Operation noch nicht so lange her ist- auch die Reha-Maßnahmen abgesagt werden. Handelt es sich um eine routinemäßige Nachsorgeuntersuchung, ist ein Verschieben des Termins in der Regel kein Problem. Sollte jedoch ein technisches oder medizinisches Problem vorliegen, z. B. Aussetzer am Sprachprozessor, oder Überreizungen des Gesichtsnervs, sollte ein Besuch beim Audiologen und Arzt nicht zu lange hinaus gezögert werden. Deshalb sollte auch immer der erste Schritt sein, in der implantierenden Klinik anzufragen, ob für die Behandlung Kapazitäten frei sind.

Um den persönlichen Kontakt in den Kliniken auf ein Minimum zu beschränken, senden die Hersteller nun die Ersatzteile direkt zu den Patienten nach Hause. Zu beachten gilt, dass auch die Service-Center nur noch bedingt geöffnet sind. Es empfiehlt sich daher, zunächst beim Kundendienst des jeweiligen Herstellers anzurufen. Manchmal ist auch nicht gleich ein Termin erforderlich und man kann es ganz einfach auch mit einer Mail klären – etwa ein defektes Spulenkabel kann recht einfach selbst ersetzt werden.  

Hier die Kontaktdaten der CI-Hersteller im Überblick:

 

Cochlear:

Montag bis Freitag,
8:00 bis 17:00 Uhr
Telefon: 0511 5 42 77-50
Fax: 0511 5 42 77-81

kundenservice[at]cochlear.com

Med-El:

Telefon: 0800 – 077 0330 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz)
Telefon: 08151 - 7703 30
Fax: 08151 - 7703 33

service[at]medel.de

 

Advanced Bionics

Tel.:  0711 51070-577
Fax:   0711 51070-571

service.de@AdvancedBionics.com

Montag bis Donnerstag: 8.00 - 17.30 Uhr
Freitag: 8.00 - 16.00 Uhr

 

Oticon Medical:

Kontaktformular: https://www.oticonmedical.com/de/about-oticon-medical/contact-us